Montag, 20. Oktober 2014

George R. R. Martin und das Spiel der Spiele

Ich hatte Glück und durfte mal wieder ein Buch bei bloggdeinBuch lesen. Und da ich den Auto George R. R. Martin total super finde, hab ich mich wie Bolle gefreut. Wer Martin nicht kennt, er hat ein mehrbändiges Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" verfasst, dass inzwischen auch sehr erfolgreich als Serie verfilmt wird. Leider ist das Epos nicht fertig und ich warte - wie sehr viele andere auch - dass es einen weiteren Band gibt.


Der Klappentext von "Das Spiel der Spiele" aus dem Penhaligon Verlag klang sehr vielversprechend. Es gab ein Virus auf der Erde und je nach Glück oder Pech bei einem Kartenspiel hat man eine ganz tolle oder auch eine ganz miese Karte gezogen und je nachdem irgendwelche Superkräfte oder man ist eben ein Niemand. Ein Produzent macht sich auf die Suche und will diese Asse mit ihren Kräften in einem Wettstreit messen und herausfinden, wer Amerikas größter Held ist.
Soweit so gut. Wer jetzt annimmt, dass das Buch etwas wie die Tribute of Panem ist, der liegt völlig falsch. Es ist ganz anders. Nur kann ich leider nicht wirklich was dazu schreiben, denn das würde einfach zu viel aus der Spannung herausnehmen.


Was ich auch noch erwähnen muss, ist dass das Buch eigentlich gar nicht von Martin ist. Tatsächlich hat er es herausgegeben und sicherlich auch viel daran mitgewirkt. Die einzelnen Kapitel sind aber von unterschiedlichen Autoren, die man hinten auch nachlesen kann. Auch die einzelnen Asse und ihre besonderen Fähigkeiten wurden von vielen verschiedenen Personen erdacht und sind allesamt so besonders, dass sie es locker mit Marvel oder  DC Superhelden aufnehmen könnten. Im übrigen ist nicht jede besondere Fähigkeit auch ein nützliche Fähigkeit ;)


Was mir persönlich an dem Buch nicht so gut gefallen hat ist, dass ich den Schreibstil z.T. durchaus anstrengend zu lesen fand. So wechselt die Erzählerperspektive sehr oft. Immer wieder erfährt man so zwar mehr über einzelne Charaktere, aber für mich wurde es dadurch unübersichtlich. Auch geht die eigentliche Geschichte dann doch sehr weit weg von der Fernsehshow - der Teil in dem Roman hat mir persönlich aber besser gefallen.


Es ist kein echter Fantasyroman wie Eis und Feuer, da es in der Zukunft spielt, das Buch ist also mehr in der Science Fiction Ecke anzusiedeln. Ich mag aber klassische Fantasyromane dann doch lieber.


Insgesamt würde ich daher sagen, dass es ein spannendes Buch ist, aber meinen persönlichen Geschmack nicht 100% getroffen hat. Wenn man das Buch fertig hat, wird rückblickend auch einiges klarer. Es lohnt sich also in jedem Fall das Buch ganz zu lesen. Ein weiterer Band ist auch durchaus möglich, aber es endet nicht mit einem absoluten Cliffhanger.



Sonntag, 28. September 2014

Tipp für eine schöne kostenlose Kinder-App

Inzwischen gibt's ja richtig viele Apps. Unüberschaubar viele.
Ich hab auch ein paar für die Kinder installiert, die sie ab und an spielen dürfen.
Als sie noch im Kindergartenalter waren, haben uns die diversen DUPLO-Apps gut gefallen.
Heute habe ich eine neue schöne für das gleiche Alter entdeckt, welche aber auch Kindern zu Beginn der Grundschule noch Spaß machen kann. Und das ist eine von Faber-Castell.
Ihr findet sie hier (mit Film-Anleitung).


Für diese App braucht man ein iPad.
Denn dieses dient als Lichttablett. Zunächst wird eine Form abgepaust (auf dem Pad), dann ausgemalt und fotografiert (da erscheint dann ein Rahmen, in den das neu ausgemalte Bild eingepasst werden muss).
Im nächsten Schritt bekommt das Bild dann "Leben". Durch ein kleines Programm krabbelt der gemalte Käfer herum (und man kann durch Neigen des Pads steuern, wohin er krabbelt) oder die Maus wackelt mit dem Kopf oder...
Schön gemacht und mal was anderes.


Im Elternbereich findet man alle fertigen Kunstwerke wieder und kann sie theoretisch sogar per Mail versenden. Das habe ich nicht ausprobiert.


Was ich auch toll finde:
  • keine Links zu externen Seiten im Kindermodus
  • keine In-App-Angebote


  • Wenn ihr auch tolle Apps für Kinder wisst, immer her damit :)

    Donnerstag, 25. September 2014

    Belohnungen....

    Seit ein paar Tagen habe ich zwei Kinder in der Grundschule. Das ist ganz schön aufregend. Mit dem Erstklässler müssen Schulweg und Regeln im Unterricht geübt und besprochen werden ("nein, es ist eigentlich nicht sehr lustig, wenn man gleich am ersten Tag auf der Gewitterwolke landet...") und auch dass Hausaufgaben nun mal gemacht werden müssen, auch wenn man lieber spielen mag....
    Bei der Großen muss man daran erinnern, dass Arbeitsblätter eingeheftet und nicht lose in den Ordner gelegt werden, dass man in der dritten Klasse doch wissen kann, dass man Bücher für die Hausaufgaben wieder mit nach Hause nehmen muss (was ich im letzten Jahr Bücher von Freundinnen kopiert habe - da hätte ich fast das Buch als 2.Exemplar für daheim kaufen können...).
    Kurz: es wird nie langweilig.


    Heute habe ich beim Einkaufen das neue LegoChima Heft gesehen und da ich weiß, wie sehr das meinem Erstklässler gefällt, habe ich es heute einfach mal mitgenommen.
    Zu Hause hat er es gleich entdeckt und wollte es auch sofort in Besitz nehmen, ich hab ihm dann gesagt, dass es das Heft frühestens nach den Hausaufgaben gibt. Daraufhin meinte er, weiß du, es ist gar nicht so einfach das liebste Kind in der Klasse zu sein, denn die anderen Kinder, die strengen sich auch voll an und wollen auch das liebste Kind sein. Und ich hab mich heute so bemüht, da könnte ich das Heft vielleicht doch gleich haben...?


    Was soll ich sagen? Ich war spontan sehr beeindruckt, wie gut er argumentiert hat. Und ich hab mich gefreut, dass er sich offensichtlich inzwischen sehr bemüht die neue Klassenlehrerin nicht zu Wutanfällen und Gewitterwolken zu animieren. Wir haben uns dann trotzdem einigen können, dass wir erst mal die Hausaufgaben erledigen und dass dann immer noch genug Zeit ist.
    Die Hausaufgaben gingen heut wirklich flott von der Hand ;)

    Mittwoch, 9. Juli 2014

    Gespräche am Abend

    Mein Mann und ich stehen in der Küche. Die große Tochter ist alles andere als bettfertig und meine Geduld ist schon reichlich erschöpft. Gerade diskutiert sie lieber aus, warum ihr kleiner Bruder einen Fussballschuh aus der Babybel-Packung hat und sie nicht. Dazu muss man sagen, dass sie sich nicht wirklich für Fussball interessiert. Der Sohn hat sich dafür im Kindergarten ein richtiges Fussballfeld aus einem Pappkarton für diesen Schuh gebaut. Und für den zweiten, der sich auch noch in seinem Besitz befindet. Und mit diesen Schuhen hat er auch schon so manches Match bestritten. Die Tochter bisher keines. Es ist also nur eine Frage des Prinzips, mehr nicht.
    Da stehen wir also und ich sage zu meinem Mann "Warum muss sie eigentlich immer und alles ewig ausdiskutieren?"
    Sagt mein Mann "tja, das ist deine Tochter".
    Kommt eine kleine, aber sehr bestimmte Jungsstimme aus dem Hintergrund "Und deine, Papa!".


    Was soll ich noch sagen, da musste ich doch sehr breit grinsen :)

    Freitag, 6. Juni 2014

    Wer findet sich selbst nicht in Bridget Jones wieder?

    Wer findet sich selbst nicht in Bridget Jones wieder?


    Die Figur ist ja auch herrlich. Wie sie da immer wieder von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt und man manchmal gar nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Und immer wieder kommt einem (zumindest mir) der Gedanke: oh ja, das kenne ich!


    Ich muss zugeben, die ersten beiden Bände habe ich nicht gelesen, nur die Filme gesehen. Dann las ich in der Zeitung, dass es einen dritten Band geben wird und ich war neugierig, wie man die Geschichte weiter erzählen könnte. Immerhin hat sie doch ihren Darcy bekommen. Und alles war gut und rund und - fertig eben.


    Aber mit dem Buch und den Figuren ist auch die Autorin älter geworden. Und so handelt der 3. Band 5 Jahre nach dem Tod von Mark Darcy, was ich allein ja schon eine Ungeheuerlichkeit finde. Bridget ist jetzt 51 Jahre alt und hat 2 Kindern und sie ist allein. Wie geht es Bridget in diesem Alter?


    Ich habe über BloggdeinBuch die englische Originalversion aus dem Random House Verlag bekommen. bekommen und muss sagen, die Geschichte hat mich leider nicht wirklich gefesselt. Bridget war für mich immer eine liebenswerte, tollpatische Chaotin. Jetzt ist sie 51 und hat aber aus ihren Fehlern irgendwie nichts gelernt. Irgendwie ist sie nicht erwachsen geworden. Sie ist alleinerziehende Mutter von 2 Kindern, aber eine Fernbedienung kann sie nicht bedienen? Und ist es jemandem mit 51 wirklich so wichtig, wie viele Twitter-Follower er hat?
    Und wieso muss ausgerechnet Daniel, der ja immer ein Widersacher war, Pate werden und immer noch anrüchig über Mamischlüpfer reden?


    Alles in allem muss ich für mich leider das Fazit ziehen, dass in diesem Fall keine Fortsetzung die bessere Wahl gewesen wäre.
    Wenn ich mir die Bewertungen anderer anschaue, scheint es da aber durchaus unterschiedliche Ansichten zu geben. Insofern: wer Bridget mochte, kann gerne den Versuch unternehmen und das Buch lesen, für mich war es leider nichts.



    Mittwoch, 14. Mai 2014

    Schorsch Clooney, die Landluft und ich

    Schorsch Clooney - cool! Ich mag diesen Schauspieler. Und ich liebe von Zeit zu Zeit schöne Frauenromane, die mich einfach in eine leichte, lustige Welt eintauchen lassen, die ich gemütlich auf der Terrasse in der Sonne lesen kann und die der Seele gut tun. Bücher, die man dann in einem Rutsch durchliest und das Buch mit einem Lächeln zur Seite legt.
    "Schorsch Clooney, die Landluft und ich" versprach so ein schönes Buch zu sein.


    Dank BloggdeinBuch hatte ich die Gelegenheit das einfach herauszufinden. In diesem Fall war es mein erstes eBook und schon allein diese Sache machte das Ganze sehr aufregend :)


    Worum geht es in dem Buch?
    Die Klatschreporterin Ina hat einen stressbedingten Hörsturz. Sie flüchtet in die Pampa, nämlich nach Bienensee in der Mark Brandenburg. Neben Stechmücken, mufflige Traktorfahrern und schwer dialektsprechende Dorfeinwohner trifft sie hier auch auf Hannes, der ein gefeierter Rockstar ist und sich hier eine Auszeit nimmt.
    Und dann taucht ja auch noch der Schauspieler und Frauenliebling George C. auf, der hier auf der Suche nach einem Drehort ist...


    Mein Fazit zum Buch: 
    Das Buch ist mit viel Humor geschrieben, hat aber auch ernste Seiten. So flüchtet die Hauptfigur Ina ja wegen eines Hörsturzes und hat dennoch starke Probleme dann auch wirklich abzuschalten.
    Auf dem Land passieren ihr aber so einige sehr lustige Begebenheiten, so dass es der Autorin gelingt eine dennoch sehr unterhaltsame Geschichte zu erzählen.
    Sehr lustig sind aber auch andere Charaktere aus dem Buch, wie die Inhaberin der Dorfbäckerei, die so lustig ist, dass man sie einfach mögen muss.
    Auch gut waren die Einblicke in die Medienwelt, die man beim Lesen des Buches immer wieder bekommt. Das kommt daher, dass die Autorin selbst dort aktiv war und so kann man mal ganz neue Einblicke bekommen. Auch das fand ich klasse.
    Der Schreibstil des Buches ist einfach gehalten, so dass man (wie ich es erwartet hatte) das Buch gemütlich durchlesen kann. Es gehört insgesamt nicht zu den besten Büchern, die ich gelesen habe (und bei denen ich wehmütig zurück denke und wünschte, es wäre noch nicht fertig), aber es hat mir Spaß gemacht es zu lesen.


    Es ist übrigens nicht das erste Buch von Bibo Loebenau. Ich musste jetzt doch auch mal nachlesen, wer da eigentlich hinter dem Buch steht. Und werde mir auch mal ihr erstes Buch anschauen, das klingt nämlich auch ganz interessant :)


    Das Buch bekommt ihr übrigens hier: http://www.books2read.de/ 
    Und für 3,99 EUR (mein Stand heute) kriegt man echt viel Unterhaltung geboten :)



    Samstag, 19. April 2014

    3 ist eine gerade Zahl

    Ein Gespräch zwischen dem Sohn und dem Mann:


    "Papa, 3 ist eine gerade Zahl. Wenn ich 3 Bonbons habe und 2 Freunde sind da, dann kriegt jeder eines. 3 ist also eine gerade Zahl".


    "Nein, 3 ist keine gerade Zahl. 2 ist eine gerade Zahl."


    kurze Pause


    "Okay, ich erklärs dir noch mal. Wenn ich 3 Kaugummis habe und 2 Freunde sind da..."